LINE UP 2015

THE KISS'N'KILLS

(Kick-brAss-Punk'n'Roll, Ravensburg/Ulm)

Rock‘n‘Roll will never die! Genau dies stellen The Kiss‘n‘Kills (Ravensburg, Ulm) mit ihrem sehr eigenständigen und elektrisierendem Mix aus Indie-, Punk- und Kick-Ass-Rock’n’Roll eindrucksvoll unter Beweis. Auf den Punkt gebrachte, explo­sive Spielfreude gepaart mit durchdachtem Songwriting und eingängigen Melodien garantiert den heißersehnten „Tritt in den Arsch“, der jedes Rock‘n‘Roller-Herz höher schlagen und den Konzertabend zur Party werden lässt.

Was The Kiss‘n‘Kills dabei von anderen Bands des Genres unterscheidet, ist, dass sie die klassische Rock-Besetzung durch einen Bläsersatz (Posaune, Trompete, Saxophon) erweitert haben, was ihrem Sound einen unverwechselbaren Charakter verleiht, indem es je nach Song zusätzlich für Farbe, Druck und Atmosphäre sorgt. Und wer bei Blasinstrumenten intuitiv an Ska oder Reggae denkt, der liegt gar nicht mal so falsch, denn die Grenze zwischen groovenden Offbeats und treibenden Punkrock-Riffs ist bei The Kiss‘n‘Kills durchaus fließend. Wenn die sieben Jungs die Bühne rocken, bleibt kein Auge trocken und kein Bein am Boden.


PETER PUX

(Deutscher Pop, Ravensburg)

Melancholisch-nachdenklicher, rythmisch-explosiver, erfrischend-leichter Singer-Songwriterpop in ungewohnt feinfühliger Originalität und mit außergewöhnlichem, starkem Gesang, das ist die musikalische Heimat von Peter Pux.

Das Trio aus dem Bodensee Hinterland hat in den letzten Monaten auf über 150 Bühnen bewiesen, dass sie mit ihrer Musik nicht nur die Herzen berühren und den Gedanken eine Auszeit verschaffen können. Sie verstehen es auch, durch ausbrechende, ungewöhnliche Sounds und neue technische Effekte immer wieder zu überraschen. In ihren feinsinnigen Texten erkennen sich viele wieder: Die Band erzählt von Jedermannsproblemen, Alltagssorgen, Sonnenscheingefühlen und Liebesleiden; und stellen so eine einzigartige Verbindung zwischen Band und Publikum her. Die nie eintönig werdenden Melodien und die einzigartige wandelbare Stimme der Sängers nehmen die Zuhörer mit auf einen Abend der im Gedächtnis bleibt und versprechen eine Heimfahrt auf der man die Songs noch im Auto mitsummt.

Texte aus dem Leben gegriffen, in mal leise und nachdenkliche, mal laute und tanzbare, mal traurig und schwermütige Töne gekleidet, vereinen sich mit dem Können der Jungs an Bass (Steffen Krause), Schlagzeug (Florian Haberl) und Gitarre/Gesang (Peter Pux).


JOHN DANZEN

(Southern Blues-Metal, Friedrichshafen)

John Danzen sind eine räudige Promenadenmischung aus Musikern, die ihre Laufbahn im Metal, Metal-Core, Funk, Punk-Rock oder krankem Shice begonnen haben und wahnsinnig gern Blues spielen. „Eine Metalband die Blues spielt“ oder „Southern Blues-Metal“ sind Labels der Schubladen, in die Ohrenzeugen Ihre Musik gerne stecken. Shuffle-Beats, mit einer Priese Funk - ab und zu vielleicht im Stil von Stevie Ray Vaughan charakterisieren die resonanzfreudige Grundschwingung des Fünfers, bis die zwei Gitarristen auf das Distortion Pedal latschen man die Bedeutung hinter dem Wort „Blues Metal“ versteht. Zakk Wylde jammt mit Buddy Guy? So in der Art vielleicht.

Dass das richtig Laune machen kann, lässt sich erahnen, dennoch wird man bei John Danzen tiefe Growls und wildes Plektren-Schreddern vergeblich suchen. Eric Clapton wollte „[...] the sound of Muddy Waters‘ early records – only louder“ und John Danzen: „crank it up some more!“.


BEN J.MARX

(Alternative-Akustik, Ravensburg)

Ein zarter Singer-Songwriter wird schnell hinter einem Solokünstler vermutet, doch trotz großem Anteil akustischer Gitarre ist Ben J.Marx im Herzen eben doch ein Rock'n'Roller. Die rauchige Stimme irgendwo zwischen Eddi Vedder und Paul Weller, die melancholischen Texte und das sehr eigene Gitarrenspiel sind seine Markenzeichen. Die Authentizität der Gefühle in den Songs des Ravensburger Musikers wird regelrecht greifbar und bringt die Luft zum knistern. Und um einen Solokünstler handelt es sich hierbei eh nicht.

Inzwischen sind Ben J.Marx & Friends eine feste Band, Steffen Dietz an den Drums und Mathias Dubischar am Bass. Nach Konzerten in München, Augsburg, Heidelberg etc. und natürlich Ravensburg kann man von ihm nicht mehr ganz von einem geheimen, aber für die die Ihn noch nicht kennen, einem heißen Tipp sprechen.

Mit im Gepäck ist sein neues Album, war das letzte „traurig“, trifft auf das Neue „harmonisch wütend“ wohl am besten zu. Bei seiner Musik lassen sich Einflüsse von Eddi Vedder, John Butler, Angus Stone, Glen Hansard Paul Weller und Wilco feststellen. Die raue Schönheit der Lieder von Ben J.Marx ist fesselnd.